Corona Mitteilung vom SCR Vorstand

Hinweis an alle Eltern und Kindern

Liebe Kinder und liebe Eltern,

wir alle erleben gerade Dinge, die wir nicht für möglich gehalten haben. Eine Pandemie in diesem Ausmaß, ein Virus mit einer solch heimtückischen Gefahr für unsere Gesundheit, ein Einmischen unserer Regierung in unsere persönlichen Frei- und Gewohnheiten, das alles haben wir alle noch nie erlebt.  Auch die Wissenschaftler und die Politiker wissen nicht immer exakt wie sie mit diesem Szenario umgehen müssen. Selbstverständlich haben auch wir vom Vorstand des SC Riessersee Eishockey Nachwuchs keine Erfahrung wie mit der Situation umzugehen ist und genauso, wie die politischen Entscheidungsträger müssen auch wir Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen werden. 

Mit dem Beginn des Teil-Lockdown Anfang November hatten wir geglaubt, das Verbot Eishockey zu spielen, trifft alle im Nachwuchs und gehofft, dass es nur bis Dezember dauert.  Noch bevor klar war, dass der Lockdown light, der sich schwer genug anfühlt, verlängert wird, kam vom Bay. Eissportverband die Information, dass der Begriff Kaderspieler, denen Training erlaubt ist, sich auch auf die vom BEV in den Stützpunkttrainings nominierten Spieler und Spielerinnen ausdehnt. Wir mussten dann die Entscheidung treffen, ob wir diese Spieler/innen zu einer Trainingsgruppe zusammenfassen und regelmäßig trainieren lassen sollen oder nicht. Wir haben uns entschieden diese Kinder die Möglichkeit zu bieten auf dem Eis zu trainieren unter noch strengeren Hygiene-Maßnahmen, als zuvor schon angewendet wurden. Natürlich war uns vom Vorstand bewusst, damit möglicherweise Neid zu schüren, weniger bei den Kindern, als bei den Eltern, zwischen denen die Eistraining absolvieren dürfen und denjenigen, die nur Trockentraining machen können. Aber was wäre denn die Alternative gewesen? Gar kein Eistraining und damit die Chance ungenutzt lassen, nicht wenigstens wenige Kinder auf dem Eis zu haben? Wir sind uns sicher, dass das gewählte Vorgehen letztlich uns allen nützen wird. Selbstverständlich hätten wir am allerliebsten alle in ihr geliebtes Eisstadion gelassen, aber das war uns wegen der staatlichen Maßnahmen nun einmal nicht möglich. Wir haben dann im Verlauf, natürlich auch versucht mehr Kinder auf das Eis zu bringen. Drei Anträge bezüglich dem Ottobrunner-Model „Eishockey als Individualsport“, auch für die Freieisfläche wurden vom Landratsamt abgelehnt. Zuletzt haben wir es, der Idee anderer Vereine, wie Bad Tölz und Rosenheim, folgend, geschafft noch 11 feste Spieler der DNL-Mannschaft als lizensierte Profisportler ins Eistraining zurückzuholen, mit dem Entgegenkommen von Pana Christakakis dem Geschäftsführer des SCR Oberliga-Teams. Wir hatten vor, dies bei mehr Spielern, auch aus jüngeren Jahrgängen zu versuchen, der DEB hätte uns auch unterstützt, aber damit wäre der Profisport-Status der Oberliga-Mannschaft in Gefahr gewesen und das konnten wir nicht riskieren.

Aktuell haben wir ein Konzept bei den Gemeindewerken eingereicht, um die Kinder, die nicht auf dem Eis sein können, in der erste Januar- und letzten Ferienwoche noch auf Eis zu bringen: Auf der Freieisfläche, je ein Kind/Jugendlicher pro Drittel, Mitteldrittel bleibt frei, für 30 Minuten, kein Kontakt zu dem anderen Spieler, keine Umkleide, keine Kabine. Quasi wie auf dem See nur eben im OEZ und ggf. auch mit Anleitung eines Trainers von außen.  Wir könnten damit in dieser Woche 121 Kids für je 2 x 30 min Eis bieten und Eltern, Geschwister aus dem gleichen Hausstand könnten auch mit aufs Eis. Die erste Abfuhr haben wir schon erhalten, aber es wurde von uns noch einmal nach argumentiert. Noch ist Hoffnung gegeben, es wird aber auch von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängen ob wir es genehmigt bekommen. 

Wir können Euch nur alle bitten cool zu bleiben, was den Eishockeysport beim SCR betrifft. Den anderen Vereinen geht es genauso. Wenn die Normalität wieder eingezogen ist, werden wir versuchen so viel und so lange wie möglich Eiszeiten für Euch zu bekommen. 

Wir werden weiter für Euch liebe Kinder/Jugendliche kämpfen, damit ihr wieder Euren Sport auf dem Eis nachkommen könnt.  Bis dahin bleibt gesund und fit!

Liebe Grüße und trotz alledem ein friedvolles, harmonisches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes, glückliches neues Jahr

Martin Fleckenstein